Dez 01

Adventskalender

Dies ist der Auftakt zu einer vorweihnachtlichen Blogparade, in der Trainerinnen der Initiative „Trainieren statt dominieren“ statt mit Bällchen mit Fragen werfen.

Klickt auf das Bild und ihr werdet täglich zu einem anderen Blog geleitet, wo ihr mehr über die Personen, die dahinter stecken kennen lernen könnt, Trainingstipps bekommt und fallweise auch noch bei Verlosungen mitmachen könnt.
Thinking Dog wünscht euch viel Spaß und bald sehen wir uns hier wieder 🙂
Ich mache nämlich auch bei dieser Aktion mit!

TSD Adventskalender

Okt 16

BAAK gegen GoodBoy! – Schuh gut, um wahr zu sein?!

Schuh gut, alles gut?

Der Winter kommt und gutes Schuhwerk ist gefragt!

Aber eigentlich braucht jeder Hundehalter zu jeder Jahreszeit gute Schuhe… und Frauen, um das Klischee zu bedienen, beschäftigen sich ja sowieso gerne mit dem Thema 🙂

Dieser Bericht ist ein rein subjektiver Bericht, der keinen Anspruch auf Vollumfänglichkeit beansprucht. Ich gebe hier meine Erfahrungen, die ich mit zwei Schuhpaaren gemacht habe, wieder. Es handelt sich um Schuhe, die speziell für Hundehalter hergestellt werden. Der BAAK Dogwalker Glattlederstiefel und der Tibro Damenschuh von Good Boy!
Die Schuhe wurden, da es sich um einen Alltagstest handelt, selbstverständlich nacheinander getestet. Zuerst habe ich die BAAK Dogwalker ausprobiert. Sie habe ich im Dezember 2013 gekauft. Bei täglichem Gebrauch sind sie im Juli 2016 in die ewigen Jagdgründe eingegangen. Seitdem trage ich die Good Boy!.

Optik – Der erste Eindruck

… ist bekanntlich nicht revidierbar. Hier hat der Dogwalker klare Punkte holen können. Leder in dunklem braun gefällt mir optisch einfach besser. Auch sah die Verarbeitung beim Dogwalker deutlich hochwertiger aus. Allerdings ist der Good Boy! ja auch ein knappes Drittel günstiger.

Zwischenstand: Unentschieden mit leichtem Vorteil Dogwalker

Passform

Beide Schuhe sind halbhoch, das war Kaufvoraussetzung, da ich oft mit knapp 85 kg Hund(en) unterwegs bin, benötige ich Standfestigkeit und möchte Umknicken vorbeugen. Die Passform ist bei beiden gut. Ich konnte direkt mit beiden Schuhen loslaufen; Druckstellen gab es keine.

Gleichstand im Passformvergleich

Sohle

BAAK-GoodBoy!-Sohlenvergleich

GoodBoy! Sohle nach 3 Monaten rechts,
BAAK Sohle nach 30 Monaten links –
beide gleich bequem!

Während der ersten Schritte fiel direkt der erste gravierende Unterschied auf: Die angepriesene Sohlenfestigkeit des Tibro kann ich keinesfalls bestätigen. Die Festigkeit des Tibro beim ersten Spaziergang ist vergleichbar mit einer der letzten Spaziergänge des Dogwalker, der seinen beginnenden Abschied ankündigte, weil die Sohle merklich dünner und damit durchlässiger für Schottersteinabdrücke in der Fußsohle war. Das Durchdrücken ist zwar nicht schmerzhaft, aber deutlich merkbar und vergleichsweise unangenehm.

Eindeutiger Gewinner der Dogwalker

Stabilität

Im Fersenbereich verfügt der Tibro über eine PVC Kappe, welche Umknicken bisher erfolgreich verhindert hat. Rein optisch wirkt die Kappe sehr stabil. Insgesamt erscheint mir das Mischgewebe gegenüber des Glattleders beim BAAK jedoch weicher und und nachgiebiger zu sein. Für die Bequemlichkeit macht das keinen Unterschied. Ich habe mich in beiden Schuhen gut geführt gefühlt und beurteile beide als ausreichend stabil.

Auch in diesem Bereich ausgeglichen

Wasserdichtigkeit

BAAK-GoodBoy!-Vergleich Öse

BAAK-GoodBoy!-Vergleich – Öse abgerissen

Beide Hersteller werben mit Wasserdichtigkeit und weisen gleichzeitig daraufhin, dass die Schuhe bei Mikrotröpfchen keine Garantie für Dichtigkeit geben können. Das kann ich bestätigen :-).
Dennoch gibt es einen deutlichen Gewinner in dieser Sparte. Während der Tibro bereits bei wenigen Schritten auf dem grünen Mittelstreifen von Waldwegen seine Wasserdichtigkeit aufgibt, habe ich beim Dogwalker nur auf klatschnassen Wiesen nasse Füße bekommen.

Eindeutiger Vorteil beim Dogwalker

Schnürung

BAAK-GoodBoy!-Vergleich Schnürung auf Zungenoberkante

BAAK-GoodBoy!-Vergleich – Schnürung auf Zungenoberkante

Beide Schuhe werden mit Ösen und Schnürsenkeln geschnürt. Beim Dogwalker sind die unteren Ösen im Knick so angebracht, dass die Schnürung mitunter die Öse verlässt und neu geschnürrt werden musste. Der Tibro hingegen hat damit keine Probleme. Auffällig (und nervig hingegen) ist die Anbringung der oberen Haken, die so hoch angebracht sind, dass die Schleife fast oberhalb der Schnalle geschnürrt werden muss. Ich bin dazu übergegangen, die oberen Ösen nicht mehr zu benutzen; somit sind die Schuhe nur noch „midi“ hoch. Trotzdem tut das der Stabilität keinen Abbruch. Gravierender ist allerdings die Verarbeitung der Ösen. Leider hat der Tibro nicht lange durchgehalten! Bereits jetzt – wir haben Oktober 2016, also nur knappe drei Monate nach dem Kaufdatum, ist es mir „gelungen“, während eines normalen Schnürvorgangs, die Öse an einer Seite – und ausgerechnet im Knick, abzureißen.

Wieder eindeutiger Vorteil für BAAK

 

Haltbarkeit

BAAK-GoodBoy!-Vergleich - Zehenkappe

BAAK-GoodBoy!-Vergleich – helle Stellen auf Zehenkappe der Dogwalker

Und damit sind wir schon bei der Haltbarkeit. Nach kurzer Zeit des Tragens haben sich beim BAAK helle Stellen auf der Zehenkappe der Schuhe gebildet. Sei es mangelnde Pflege oder komisches Gehen/ Tragen der Schuhe, rein optisch waren die BAAK schnell nicht mehr sonderlich ansprechend. Allerdings gab es braune imprägnierende Fettcreme für die Schuhe, mit denen sie (kurzfristig) wieder wie neu aussahen. Nervend war ebenfalls ein mich ständig begleitendes Knarren und/ oder Quietschen der Dogwalker. Ich habe nicht wirklich herausfinden können woran es lag. Ich habe den Übergang Zwischen Schaft und Schuh in Verdacht. Man gewöhnt sich an alles 🙂
Geräusche machen die Tibros nicht und auch die PVC Zehenkappe spricht aus meiner Sicht deutlich für den Tibro. Allerdings durch die dünne Sohle und die schon jetzt abgerissene Öse sehe ich relativ schwarz für die Tibro. Auch die Schnürsenkel der BAAK waren deutlich länger haltbar als die der Tibro. OK, da kann man jetzt sagen, dass ist doch Verschleiß?! Ja, Aber: Die Dogwalker Senkel haben tadellos gehalten, sie wurden erst zerstört nachdem ich die Platik-Enden verloren/ zerschlissen hatte. Die Tibrosenkel hingegen ribbeln sich schon jetzt an den unteren Ösen auf. Ich bezweifle mal, dass das nichts mit der Verarbeitung der Ösen selbst zu tun hat.

BAAK baut den Vorsprung aus!

 

Fazit:

Eindeutig wird mein nächster Schuh kein Tibro mehr. Haltbarkeit, Wasserdichtigkeit vor allem aber die dünne Sohle sprechen eine deutliche Sprache gegen den GoodBoy! Gemessen an der bisherigen Haltbarkeit sind die BAAK ihren Preis mehr als wert: 30 Monate (abgesehen von der Geräuschbelästigung) unbeschwerter Schuhgenuss gegen drei Monate Tibro mit deutlichen Verschleißerscheinungen beziehungsweise mangelnder Qualität. Da bezahle ich doch gerne ein Drittel in der Anschaffung mehr!

Übrigens, werde ich von keinem der Hersteller für den Bericht bezahlt. Ich war jedoch so enttäuscht von den GoodBoy!, dass ich dachte, vielleicht hilft es der oder dem ein oder anderen bei der Auswahl seiner zukünftigen Schuhe…

Okt 02

Welpenberatung für Ersthundebesitzer und solche, die es werden wollen

http://www.beratung-vor-dem-welpenkauf.de/

Beratung vor dem Welpenkauf

Welpenberatung bei Thinking Dog

Sep 20

Leinenaggression – Das Umfeld ist (auch) entscheidend

Leinenaggression!

…zumindest in diesem Fall war das Umfeld ausschlaggebend…
Irgendwie hat es sich in unser Leben geschlichen… Kira, meine eigene Hündin, rastet in der Begegnung mit anderen Hunden aus. Sie springt in die Leine, bellt, knurrt, „geht nach vorne“…
– Wie schrecklich, der Hund der Hundetrainerin „funktioniert“ nicht vorbildlich!

Kiras Lieblingsstrategie war es, sich mitten auf den Weg zu setzen, und zu warten bis der fremde Hund nah genug kam um dann zu explodieren. Der Leidensdruck war bei allen hoch, zumal knapp 40 Kilogramm explodierende Masse nicht leicht zu bändigen sind! Ebensowenig wie 40 Kilogramm festsitzende Masse fortzubewegen sind.

Zeit und Raum

War es mir möglich Kira früh genug ansprechen, konnte ich sie umorientieren und die Distanz vergrößern, so dass sie aus einiger Entfernung ruhig gucken konnte. Manchmal war Ausweichen aber nicht mehr möglich und dann folgte oben beschriebenes Szenario… schrecklich für alle Beteiligten!

Lernmöglichkeiten  – Technik alleine reicht nicht

Unser ganzes Repertoire an Techniken, wie Umorientierung, Click for Blick, U-Turn und Co, halfen uns also nicht, ein neues, stabiles Verhalten bei Kira aufzubauen. Zu selten trafen wir andere Hunde an denen wir vernünftig üben konnten. Mit zwei großen, überwiegend schwarzen Hunden ist man mitunter sehr einsam im Sauerland :-).

Entweder trafen wir niemanden oder die Hundehalter nahmen schon von weitem reiß aus oder sie liefen ihre Hunde ständig ermahnend (oder schlimmeres) im Stechschritt an uns vorbei.

Wir schwankten also zwischen, „noch keine Lernsituation“ oder „zu angespannt um zu lernen“- Situation.
Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an seine Schulzeit und in welchen Umgebungen er/ sie am schnellsten und nachhaltigsten lernen konnte?

Spaß muss es machen!

Richtig! Es waren entspannte Situationen mit freudigen Überraschungsmomenten die uns Schüler*innen die schönsten Aha-Erlebnisse beschert haben. Und so war es auch bei uns:

Arbeitsurlaub mit Ute Blaschke-Berthold (cum-cane® )

Wir fuhren zu einem einwöchigen Seminar auf dem wir uns um Kiras Hundebegegnungsproblematik kümmerten.

Kleinschrittig übten wir unsere bekannten Techniken. (Kiras Herrchen übte mit ihr – ich hatte ja schließlich Urlaub 🙂 ). Und trotz der unbekannten Umgebung (bedeutet zusätzlich Stress), wurde Kira zunehmend entspannter.
Mir ging das Herz auf. Ein weiträumiger Garten, mehrere Hunde darin und unsere „Kampfziege“ hatte nur noch Augen für ihr Herrchen, spielte ausgelassen und konnte sich selbst von Hunden, die mit Quietschies (ihrem absoluten Lieblingsspielzeug) spielten, umgehend abwenden und sich anderen schönen Dingen mit Herrchen zuwenden…

Leinenaggression adé - Entspannung am See

Entspannung am See

Generalisierung

Nun lernen Hunde ja ortsbezogen, d.h. nur weil sie im Wohnzimmer Sitz machen können heiß das noch lang nicht, dass es auch überall auf dem Spazierweg klappt.
Also blieb noch abzuwarten, ob unsere Kira, das neu gelernte Verhalten auch an anderen Orten zeigen können würde. Überraschenderweise bot uns die Rückreise schon einige Generalisierungsgelegenheiten:

Plötzlich inmitten von Hunden

Nicht nur im Training, auch auf dem Weg von Bayern zurück ins Sauerland braucht es (eigentlich) Pausen. Also verließen wir die Autobahn und suchten uns ein geeignetes, ruhiges Plätzchen (wie wir dachten) und stiefelten los. Der schöne Ort war allerdings offenbar bei allen ansässigen Hundehaltern bekannt: Auf unserer kurzen Runde, die eigentlich zur Entspannung gedacht war, trafen wir sieben fremde Hunde! Nicht immer gab es die Ausweichmöglichkeiten, die ich mir gewünscht habe (teilweise Elektrozaun beidseitig des Weges) und trotzdem:

Geschafft

Kira, die vor unser Seminarwoche bei Ute, in zehn Metern Abstand an der Leine ausgerastet ist, hat es bei allen Hunden geschafft! Sie blieb ruhig, konnte Futter nehmen, und das obwohl wir nur noch Trockenfutter hatten.

An einem Hund mussten wir vorbei, der sichtbar Angst hatte. Im Gespräch ergab sich, dass dieser Hund als Welpe gebissen wurde. Die Situation war fürchterlich angespannt, trotzdem ging Kira locker trabend vorbei. Ein anderer Hund wurde hektisch ins Fuß genommen – auf mich wirkte der Hund gestresst – lief aber artig neben seinem Menschen. Als er nach einigen Metern wieder frei laufen durfte, machte er umgehend einen ( für ihn befreienden?) Mäusesprung. Diese schnelle Bewegung erschreckte Kira, und sie wuffte einmal und drohte in alte Verhaltensweisen zu kippen. Unser U-Turn gefolgt von einem Laufspiel brachte sie jedoch wieder auf Spur.
Ein Boxer wurde am Halsband geführt, was ihn noch weiter aufrichtete und für Kira bedrohend gewirkt haben muss, trotzdem blieb unser Mädchen entspannt.

entspannt gucken

Seele baumeln lassen

Ich bin so stolz:

Auf Ute und Alex (derzeit Studi von Ute), aufs Herrchen und natürlich auf Kira
und, dass wir uns entschieden haben den Urlaub am Meer gegen die Lernwoche bei Ute einzutauschen…

Warum oute ich mich eigentlich?

Warum ich das schreibe fragt ihr euch?
Dieser Artikel ist vermutlich nicht die beste Werbung für mich…
Oberflächlich betrachtet zumindest nicht!

  • Es ist ein Plädoyer für gutes Hundetraining mit gewaltfreien Methoden.
  • Es zeigt, dass eine Woche intensives Training Welten verändern kann.
  • Es bestätigt mich in meinem Weg und daran möchte ich mich erinnern
  • Es ist auch ein Plädoyer  gegen vorschnelle Urteile und eins dafür, sich von dem Gedanken zu verabschieden, dass (Hundetrainer-) hunde perfekt funktionieren müssen. Es sind Hunde, die ihre Geschichte haben. Genau wie andere Hunde auch ihre Geschichte haben. Und einige Hunde haben zum Beispiel schlechtere Startvoraussetzungen (Tierheim, Ausland, …) als andere und einen längeren Weg zu absolvieren.
  • Ich möchte euch darin bestätigen an euren individuellen Hundeproblematiken dran zu bleiben, der als Junghund gebissene Hund, der sich vor jeder Hundebegegnung fürchtet, bricht mir das Herz!
  • und es ist ein Plädoyer für Supervision. Auch Experten tut es gut, sich von anderen Experten auf die Finger schauen zu lassen und sich weiter zu bilden.
  • Und ein kleines bisschen soll es natürlich auch Werbung für individuelles Einzeltraining sein, bei dem man konzentriert und fokussiert an den Herausforderungen seines Hundes und/ oder des Menschens am anderen Ende der Leine arbeiten kann.
  • Nicht zu vergessen: Es ist natürlich auch eine Ode an meinen Hund und selbstverständlich an meinen Freund, der sich bereit erklärt hat als Quotenmann zur Verfügung zu stehen und der durchaus gewillt ist, Wiederholungstäter zu werden!

 

 

Aug 19

Juchuuuh! ich bin seit heute auch dabei: Trainieren Statt Dominieren

https://www.trainieren-statt-dominieren.de/unterstuetzer [unter 59 gucken]

Im Netzwerk „Trainieren statt dominieren“ macht man sich starkt für gewaltfreies Hundetraining und ich bin seit heute Teil davon! *stolz*

 

 

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Jul 28

Wie lernt mein Hund – Abendvortrag

So lernt mein Hund

Ihr Hund soll Tricks lernen? Oder spezieller, einen guten Grundgehorsam?

Jeder Hund kann lernen!

In diesem Vortrag beschäftigen wir uns mit den Voraussetzungen, Methoden und den Konsequenzen unterschiedlichen Lernens im Hundetraining.
Welche Methoden sind effektiv? Was muss ich dabei beachten?

Warum ist ihr Vierbeiner auf dem Platz der liebste und beste und daheim und unterwegs klappt nix mehr?
Und was mache ich, wenn der Hund einfach gar  nicht macht, was ich von ihm will?

Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich!

 

Jul 28

Social Walk

 

Der Social Walk ist eine spezielle Form des Spazierganges.

Er ist durch Rücksichtnahme geprägt und fördert soziales Verhalten unter den Hunden.
Alle Hunde sind jeweils angeleint. Ein Leinenkontakt ist in dieser Trainingseinheit nicht erwünscht.

Der Social Walk findet in kleinen Gruppen von maximal fünf Mensch- Hundteams statt.

Lernziele:

Erwünschtes Verhalten wird belohnt und bei unerwünschtem
Verhalten wird dem Hund eine Alternativhandlung angeboten,
sodass der Hund nach und nach lernt, unerwünschtes Verhalten
durch das jeweilige Alternativverhalten zu ersetzen.

Voraussetzungen:

  • Absolviertes Erstgespräch
  • Hund mit Geschirr
  • 3-5 Meter Leine (keine Roll- oder Flexileine)
  • hochwertige, kleine weiche Leckerchen (z.B.: Käse, Wurst, gekochtes geschnittenes Herz, gekochtes geschnittenes Fleisch)
  • und/oder 1-2 Spielzeuge (z.B.: Beisswurst, Ball, Tau)
  • Aufmerksamkeitssignal sollte dem Hund bekannt sein (z.B.: „Schau“, Zungenschnalzen)

Für Junghunde

Besonders geeignet sind die Social Walks für Junghunde.
Gerade heranwachsende Hunde reagieren oft überdreht und aufgeregt
auf den Anblick anderer Hunde. Bei den Social Walks können Sie so
ihre Impulskontrolle trainieren.  

Für Hunde mit Problemverhalten

Hunde, die angeleint Problemverhalten zeigen, bekommen die Distanz, die sie benötigen.
Sie die akzeptieren (zunehmend) die Anwesenheit andere Hunden, da sie lernen können, dass ihre benötigte Individualdistanz respektiert und weder von Mensch und Hund überschritten wird.

Für Hundehalter

MIt einem Hund, der unerwünschtes Verhalten an der Leine zeigt – sei es ein Hund mit Leinenagression oder ein Junghund – ist der Hundehalter aufgrund seiner Lernerfahrungen auch oft angespannt, da er nicht weiß, wie das gegenüber reagiert. Im Rahmen der Social Walks, wird diese Anspannung genommen, sie können sich ganz auf Ihren Hund konzentrieren – eine Stimmungsübertragung (ihrer Anspannung überträgt sich auf Ihren Hund) kann somit ausgeschlossen werden. Social Walks bringen Ihnen als Hundehalter mehr Sicherheit bei Ihren Spaziergängen und Hundebegegnungen.

Social Walks eignen sich für Hunde

  • mit einer Leinenaggression
  • für übererregbare Hunde
  • für unsichere/ängstliche Hunde (die mit Artgenossen oder Menschen
    Probleme haben)
  • mit mangelhafter Sozialisation
  • mit wenig Umweltgewöhnung
  • die sich leicht durch andere Hunde ablenken lassen
  • für Junghunde, die stürmisch/wild in Gegenwart anderer Hunde sind
  • prinzipiell kann jeder Hund teilnehmen, um die Sozialkompetenz zu
    zu verbessern und zu stabilisieren. Das Alter des Hundes spielt keine
    Rolle.

Kursinhalte:

  • Sozialisierungs/Lernspaziergänge
  • Üben von Alternativhandlungen
  • Hund-Mensch-Kommunikationsübungen
  • Verbesserung des Sozialverhaltens
  • Impulskontrolle
  • Frustrationstoleranz
  • Festigung von Bindung und Vertrauen
  • Entspannungstraining

Anmeldung erforderlich

Social Walk

Apr 12

Gewaltfreiheit im Hundetraining

Thinking Dog ist nun Mitglied der Initiative für gewaltfreies Hundetraining

Warum Mitglied einer Schweizer Initiative?

Da das Schweizer Tierschutzgesetz dem deutschen in vielen Punkten weit voraus ist, wollte ich ein Zeichen setzen und mich eben diesen strengeren Bedingungen anschließen.

Warum überhaupt der Anschluss an eine Initiative?

Ich möchte Stellung beziehen! Jede Hundeschule wirbt mittlerweile mit Gewaltfreiheit und positiver Verstärkung. Die Schlagworte sind mittlerweile „ausgelutscht“ und nichtssagend, dass mir der Anschluss an eine Organisation, die sich für wissenschaftlich fundiertes Training einsetzt, sinnvoll vorkommt und Ihnen die Sicherheit gibt, dass Sie durch meine Trainingsanleitungen bei Ihren Hunden nach wissenschaftlich neuesten Erkenntnissen trainiert werden. Nur weil man etwas schon immer so gemacht hat, muss es nicht richtig sein.
In den letzen zehn Jahren gab es mehr neue Erkenntnisse über das Lernverhalten von Hunden als in den hundert Jahren zuvor! 

Warum Thinking Dog?

Auf meiner Facebookseite habe ich ein Bild geteilt, auf dem sinngemäß steht:  Strafe im Training zu benutzen ist wie Umweltverschmutzung, man sieht die Zerstörung nicht immer (sofort)…
Sicher ist aber, die Zerstörung ist da – und auch wenn sie nur klein und fast unbedeutend erscheinen mag, so ist sie auf jedenfalls eines ganz sicher: unnötig!

Aus diesem Grund und mit den erforderlichen Trainingswerkzeugen (Übungen) ausgestattet,
bin ich sicher, dass es möglich ist, hündisches Verhalten, welches den jeweiligen Menschen unpassend erscheint, zu verändern ohne den Einsatz von Gewalt. Wie dieses Möglich ist, erläutere ich gerne bereits (theoretisch) im Erstgespräch, so dass Ihr Einsatz relativ gering bleibt, sollte Ihnen meine Vorschläge nicht zusagen! Selbstverständlich bin ich auch in Sachen Grunderziehung ein geeigneter Ansprechpartner.

Sprechen Sie mich an: 02905-71 90 31

 

Jan 14

Verstärker: Kaffee kann den Hundealltag beeinflussen

Lerntheorie praktisch angewandt

es begab sich zu morgendlicher Zeit als das Brot alt war – meine Augen waren noch dick und halbgeschlossen, mein Gehirn lief nur auf Notstrom – dass die Hunde die erste, angebackene Brotscheibe als Leckerli bekamen (nein das wird kein Aufruf zu gesunder Hundeernährung)…

Offenbar lief dieses Szenario häufiger ab. Jedenfalls konnte sehr bald festgestellt werden, dass die Hunde, die noch friedlich im Schlafzimmer schlummerten, plötzlich aufsprangen und sich überschlugen um in die Küche auf ihre Plätze zu laufen und dort artig und aufmerksam beobachten zu können wie noch die erste Scheibe Brot abgeschnitten wurde…
Aufgefallen ist mir das aber erst, als ich eines Morgens länger als mein Freund im Bett liegen blieb (ja, das kommt auch mal vor :-)), da die Hunde ansonsten gemütlich mit mir in die Küche schlendern wenn ich das Frühstück vorbereite.
Jedenfalls wurde mir nach einiger Zeit klar, dass schon das Drücken der Kaffeemaschine für die Hunde zum Signal geworden war, dass bald die Brotmaschine (korrekter wäre der Allesschneider) betätigt werden würde.
An diesem Zeitpunkt setzen meine

Überlegungen zur Lerntheorie

ein:

Was heißt denn eigentlich Verstärker und warum primär?

Ein Verstärker ist eine Belohnung, die ein Verhalten häufiger, schneller, länger oder zumindest gleichbleibend auftreten lässt. Primär bedeutet „zuerst vorhanden“ oder „wesentlich“. Ein primärer Verstärker befriedigt also ein wesentliches Bedürfnis des Hundes. Grundbedürfnisse des Hundes unterschieden sich nicht wesentlich von denen des Menschen, so sind zum Beispiel folgende Punkte Bedürfnisse, die wir unseren Hunden erfüllen können:

Belohnung

knipseline / pixelio.de

  • Futter, Wasser (= Nahrungsaufnahme)
  • Körperliche Bewegung
  • Seeking System (= Erkundungsverhalten)
  • Sicherheit und Ruhe
  • Sozialkontakte (zu Menschen und Hunden)

Brot (= Futter) ist also offensichtlich eine starke Belohnung für meine Hunde und entspricht einem primären Verstärker. Das Geräusch der Brotmaschine kündigt die erste Brotscheibe an. Hier ist also das Geräusch zu einem sekundärem Verstärker (Verstärker zweiter Ordnung) geworden, der den primären ankündigt. und bereits Vorfreude auslöst, was an den Sabberfäden aus den Schnauzen meiner Hunde klar ersichtlich ist (Stichwort: Pawlowsche Glocke).
Das Betätigen der Brotmaschine wurde jedoch nicht immer mit Brot belohnt, das entspricht einer variablen Belohnung (im geplanten Training folgt dem sekundärem Verstärker allerdings immer der primäre). Solche Verstärkungsgeschichten (mal wird belohnt und mal nicht) sind besonders schwer wieder aufzulösen, da der Hund lange versuchen wird, was er tun muss, damit er wieder zu seine Belohnung kommt – schließlich war er vorher auch schon oft erfolgreich. Variable Verstärkung setzt man im Hundetraining gezielt ein um besonders löschungsresistentes Verhalten zu formen.

Was hat es nun mit dem Kaffee auf sich?

Offenbar wird die Kaffeemaschine bei uns häufig direkt vor dem Betätigen der Brotmaschine bedient, so dass sie für meine Hunde zu einem tertiären Verstärker geworden sind (Verstärker der dritten Ordnung, der den sekundären und primären ankündigt).
Tertitäre Verstärker verwende ich im Hundetraining z.B. beim doppelten Rückruf, bei dem ein Silbenstrom  (tertiärer Verstärker (Belohnung), der sekundären (Markerwort) und primären vorhersagt) dem Hund beim Rückruf wieder zu mir angelt (ankert). Konkret bedeutet das, wenn ich meine Hunde mit dem Doppelten Rückruf rufe, mache ich sie auf mich aufmerksam (Umorientierungssignal), beginne mit dem Silbenstrom (tertiärer Verstärker) mit dem ich erst aufhöre, wenn meine Hunde bei mir sind, in meine Nähe bekommen sie den Click oder das Markerwort (sekundärer Verstärker) und erst danach gibt es die Futter- oder sonstige Belohnung (primäre Bedürfnisbefriedigung)…

 

Für weitergehende Informationen über Verstärker, empfehle ich das Buch von Viviane Theby, Verstärker verstehen (Buch7 (der Link zu dem empfohlenen Buch) fördert übrigens mit 75 Prozent soziale und ökologische Projekte und ist aus meiner Sicht eine echte Alternative zu Amazon).

 

Welche lustigen (nicht geplanten) Verknüpfungen haben eure Hunde gemacht? Erinnert euch meine Geschichte an Erlebnisse mit eurem Hund?

Jan 11

Bedürfnisorientiert! – warum ich so arbeite, wie ich arbeite

Kreatives Training setzt Grenzen UND berücksichtigt Bedürfnisse

Letzte Woche hatte ich eine Konversation über die Erziehung von Hunden, speziell von Jagdhunden. Mein Gegenüber Jägerin, im Besitz von ausgebildeten Jagdhunden.
Ihre These: Jagdhunde kann man nicht nur mit Heititei erziehen.
Da frage ich mich nun, was mit Heititei gemeint ist?

Hier ein Erklärungsversuch aus meiner Sicht:

Meine Vorstellung ist, dass ich mit meinen Hunden friedvoll zusammen leben möchte. Ich möchte nicht, dass sie aus Furcht vor Strafe gehorchen, sondern weil sie Spaß daran haben,  gemeinsam Dinge mit mir zu machen.
Gleichzeitig ist auch mir bewusst, dass Hunde, gerade in der heutigen Zeit, nicht nur und immer und überall Hunde sein dürfen, sondern sich Regeln zu unterwerfen haben, die wir Menschen ihnen auferlegen (z.B. unerlaubtes Jagen ist verboten).

Mein Trainingsansatz zielt darauf ab, das „gutes“ Verhalten, welches vor dem unerwünschten Verhalten gezeigt wird zu verstärken. Wenn ich dieses noch erwünschte Verhalten also belohne, wird dieses Verhalten länger und häufiger gezeigt. Fällt meine gewählte Belohnung in das aktuelle Bedürfnisschema des Hundes, kann ich damit ein gutes Alternativverhalten aufbauen. Die Betonung liegt hier auf „gut“.
Konkret heißt das: Belohne ich das kurze Verharren (Vorstehen) vor dem Hetzversuch des Hundes, mit zB einem alternativen Hetzspiel (von mir initiiert), so wird der Hund den Auslöser „Wild“ mit stehenbleiben und anschließendem Hetzspiel mit seinem Halter assoziieren und dieses bei entsprechendem Trainingsstand selbständig anbieten. Bis der Hund dieses Verhalten sicher anbietet, wird er (mindestens stellenweise) an der Schleppleine geführt um unerwünschtes Verhalten zu vermeiden. Oben genannter Abschnitt wäre meine Idee von „Heititei“.

Vorstehhund - Gabi Eder / pixelio.de

Vorstehhund von Gabi Eder / pixelio.de - Vorstehen ist bedürfnisorientiert

Vorstehhund von Gabi Eder / pixelio.de

Wenn ich nun aber die Ansicht habe, dass das Alternativverhalten des Hundes bei Wildsichtung sein soll, dass er sich platt auf den Boden presst (Down mit Kopfablegen) um das Wild möglichst aus seinem Sichtfeld zu haben und nicht Gefahr zu laufen doch hinterher zu hetzen, dann gehe ich konform. Dieses Verhalten wird nicht (leicht) mit Heititei umsetzbar sein. Warum? Für den Hund lohnt sich das Verhalten schlichtweg nicht!
Während bei der „Heititeimethode“ der Hund zur Belohnung dem Wild noch hinterher sehen darf, muss sich der Hund bei der Methode der Jägerin in Enthaltsamkeit üben.
Für mich hört sich das nicht nach Spaß an…

Wer mich kennt, weiß, dass ich versuche gewaltfrei zu leben…
In der Gewaltfreien Kommunikation geht man davon aus, dass alle Menschen (Lebewesen) gleiche Bedürfnisse haben und wir uns nur in den Strategien unterscheiden. So lang ich also offen genug bei den Strategien bin, finde ich kreative Lösungen, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigen…

Auch mit „Heititei-Methoden“ kann ich den Hund vom Jagen abhalten, allerdings stehen hier die  Alternativen zu beginn des Trainings nicht zwingend fest. Die Strategie ist offen, Dennoch sind die Bedürfnisse klar: Der Hund möchte lauern, hetzen, packen (oder ähnliches aus seinem  Jagdverhalten abspulen), der Mensch hingegen möchte, dass das Wild unversehrt bleibt (auch hetzen kann Wild schaden), der Jäger keine Wilderei feststellen kann oder ähnliches…
Meine Strategie in dieser Konstellation ist also, der Hund darf dem Wild stehend! hinterher sehen und anschließend seine Jagdsequenzen mit dem Menschen gemeinsam ausleben… Alle Bedürfnisse aller sind erfüllt!

Vorstehen bei Wildsichtung wäre hier also ein Bedürfnis des Hundes, welche ich ihm zugestehen kann und genau hier sind wir bei bedürfnisorientierter Belohnung!

Letztlich ist (Hunde-) Erziehung eine Sache der inneren Einstellung. Finde ich es ok zu strafen, Was ist Strafe, wo fängt Gewalt an… Das sind Fragen, die jeder für sich selbst beantworten muss.
Wer sich für Gewaltfreiheit im Hundetraining entscheidet, dem stehe ich gern mit Rat und Tat zur Seite!

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